Lara liebt im Mai

28.10.2015

Freunde der kreativen Steuererklärung,

ich habe ein Problem, welches meinen Lebensalltag drastisch einschränkt. Mein Laptop ist kaputt. Ich fühle mich trotz Tablet und Smartphone als ob ich von der virtuellen Welt abgeschnitten bin und einsam in der Realität umherwandeln muss. Soweit ist es also schon mit mir gekommen, ich alter medialer Suchtbolzen. Während ich also die nächsten drei Wochen auf die Reparatur warten muss, wäre es durchaus denkbar dass ich an meinem akutem Online-Mangel zugrunde gehe.
Aufgrund meines daraus resultierenden sozialen Exils, ist es mir leider nicht möglich die wundervollen Bilder, die Lena und ich auf unserem durch die Uni erzwungenen Kurztrip nach Mannheim geschossen haben, zu bearbeiten. Deshalb müsst ihr euch wohl etwas gedulden, bevor ihr Lena in Mädchenbloggergorgeousfashiongirl-Pose bewundern dürft und dürft nun mit meinen Liebhabern im Mai vorlieb nehmen, ich hoffe es ist genehm.

Oben:
Heute gibt es nicht sonderlich viele Kosmetik-Schwärmereien, ich verliebe mich seltenst neu und vertraue eher auf Dinge, die ich seit Ewigkeiten liebe. Kurze Beauty-Affären werdet ihr in meinen Lieblingen also eher nicht finden. Ich bin eher der Langzeitbeziehungsmensch.

Dieses fabelhafte Öl gibt es bei Müller für unschlagbare 2,95. Klar, für den Preis kann man kein reines Jojobaöl erwarten, aber was man bekommt ist trotzdem nicht zu verachten. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Ölen, ohne Mist drin und mit einem wunderwundervollen Duft. Wie so ziemlich alle Öle schmiere ich es mir in die Haare und überall hin. Für den Preis wirklich unschlagbar. (Ich hätte übrigens mal Lust meine viel zu große Sammlung an Ölen zum Thema zu machen, also wozu was taugt und so weiter, was meint ihr?).

Ich bin der Meinung man sollte seine Haare ab und zu von allem Quatsch frei machen, den man sich so reinhaut. Selbst wenn man darauf achtet, gute Inhaltsstoffe zu verwenden, finde ich es durchaus sinnvoll. Im Gegensatz zu den vielen Reinigungsshampoos aus der Drogerie (ich schiele in Richtung Herbal Essences und Swiss O Par..) kommt dieses ohne Tierversuche und mit einigermaßen guten Inhaltsstoffen aus. Zumindest sagt Ökotest "gut" und ich schließe mich an. Ich benutze es vor allem, bevor ich meine Haare in Öl ertränke.

Nachdem ich hier bereits in den höchsten Tönen über Kokosöl geschwärmt habe, muss ich wohl nicht mehr viel dazu sagen. Ich bin der Kokosnuss einfach immernoch heiß und innig verfallen und denke so schnell wird mit uns beiden nicht Schluss sein. Vor allem zum Abschminken hat sich das Zeug im Gegensatz zu allen anderen Produkten die ich getestet habe mehr als bewährt.

Unten:
Genug der Schönheit, kommen wir zu den wichtigen Dingen im Leben: Spaß, Musik und Fitnesswahn (genau, weil Fitnesswahn total zu den Nummer eins Spaßbringern zählt.)

Aging Booth
Ich sags mal so: diese App ist nichts, was man dringend haben müsste. Es gibt deutlich effektivere Dinge, mit denen man sich seine Zeit vertreiben kann. Aber solltet ihr mal 3 Stunden in einem Fernbus sitzen, in dem weder die Wlan-Verbindung noch die Klimaanlage funktioniert, werdet ihr mir vielleicht dankbar sein. Hiermit sende ich einen fetten Kuss an Flixbus. Ich finde Fernbusse wahnsinnig praktisch, aber wenn sie mit einer Sauna kombiniert werden würde ich das nächste mal gerne eine spontane Nacktfahrt starten. Zurück zum Thema: solltet ihr also einmal vor Langeweile sterben, wird diese App euch zumindest für einige Zeit über die Runden helfen. Nichts ist lustiger als den halben Bus zu fotografieren und sich über den gestellten Alterungsprozess kaputt zu lachen.

Jesper Munk
Wer hier aussieht wie der bartloseste Milchbubi der Welt, ist in Wahrheit ein umwerfender, herzklopfenmachender Musiker. Ich schwelge allgemein am liebsten in melancholischer Gitarrenmusik und dieser junge Herr trifft meine Serotonin- und Tränendrüsen ziemlich simultan. Es sollte deutlich mehr so wunderbare Musik aus der Heimat geben.
Auch der Gang ins Fitnessstudio macht mir in letzter Zeit tatsächlich Spaß. Was ich nie für möglich gehalten hätte, hat sich in den letzten zwei Monaten immer mehr bestätigt: Ich freue mich drauf wöchentlich mit 30 anderen Menschen im Raum mit rotem Kopf zu schwitzen und diverse Körpergerüche aushalten zu müssen. Im Ernst, ich mag sogar den Trainer, der vorne steht und rumschreit. Ich schreie sogar manchmal voller Elan zurück. Aber nur manchmal, meistens bin ich damit beschäftigt nicht an Übersportung zu sterben. Ich liebe es.
Tja Kinder, das wars auch schon mit meinen Schwärmereien aus dem Mai. Ich werde mich jetzt wieder in mein Loch verkriechen und ein wenig reale Welt genießen. Küsschen aufs Nüsschen.

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