Der Süßigkeiten ihr Vater - vegane Süßkartoffel Brownies

28.10.2015

Freunde der ausgereiften Beinbehaarung,

ich sags euch, hier hat letzte Woche der Bär gesteppt. Vielleicht habt ihr es in den Medien gehört: in Stuttgart war evangelischer Kirchentag. Versteht mich nicht falsch, auch als Nicht-Kirchenchorsängerin bin ich dafür, dass es Anlässe gibt, zu denen Menschen aus ganz Deutschland miteinander feuchtfröhlich die Hüfte schwingen (oder was auch immer man bei einem Kirchentag sonst so tut), aber wenn ich Samstags und Sonntag morgens mit vollem Karacho von einer Blaskapelle geweckt werde, die gefühlterweise neben meinem Bett posaunt - da hört der Spaß bei mir auf. Ich weiß nicht mal wer mir mehr Leid getan hat - mein übermüdetes Ich oder die armen Hansel, die sich bei gefühlten 100 Grad in der Sonne standen und ohne Publikum in ihre Blechgeräte tröten mussten. Ihr seht, Stuttgart ist sowas von der Nabel der Welt!
Nun aber zum eigentlichen Thema: Zugegeben, ich bin nicht die größte Küchenheldin, wenn es ums Backen geht. Ehrlich gesagt habe ich geradezu eine Abneigung gegen die klebrige und zu Sauerei neigende Tätigkeit. Aber als ich irgendwo dieses Rezept gelesen habe, wusste ich, ich muss meine Aversion überwinden. Was kann es besseres geben als klebrige, schmatzige, schokoladige Teile?Zum Verständnis: Mit "Tasse" meine ich eine große, also keine kleine Teetasse oder ähnliches (ich hasse generell die Angabe in Tassen, ich meine, wer blickt da schon durch? Aber da hab ich Gustav natürlich beim Backen nicht drüber nachgedacht, ich war zu sehr beschäftigt mit der dauerhaften Sauerei).
Als erstes schält man die Süßkartoffeln und schneidet sie klein. Die Stücke haut man dann erstmal zum warm und weich werden in kochendes Wasser. Man muss sich ungefähr 10 Minuten gedulden, die könnt ihr damit verbringen schonmal den Ofen auf 180 Grad vorzuheizen. 
Am klügsten wäre es, ihr hättet einen Mixer oder ähnliches, jetzt müsst ihr nämlich die Datteln mit den Süßkartoffeln zu einer homogenen Masse vermischen. Das ganze riecht dann erstmal wie Babybrei und sieht zugegebener Maßen nicht gerade lecker aus, aber wenn man jetzt  die restlichen Zutaten dazu gibt, wird der Anblick tausend mal besser. Alles gut mischen bis die Chose wieder lecker aussieht. 

Den Teig gibt man in eine mit Backpapier ausgelegte Auflauf- oder Backform und steckt den Haufen für 20-30 Minuten in den Ofen. Zwischendurch kann man mit einem Zahnstocher prüfen, ob genug gebacken wurde (das muss ich ja nicht erklären, ich denke selbst nicht-backende-Kinder kennen den Zahnstocher Trick, für die die immer noch auf dem Schlauch stehen, Google weiß alles!).
Wenn das Fest genug geschwitzt hat könnt ihr dem ganzen ein Ende bereiten und das Blech zum abkühlen rausholen. Kinder, wenn ich abkühlen schreibe, dann meine ich abkühlen! Man sollte nicht versuchen, den heißen Teig zu schneiden, sonst ist die Sauerei groß und ihr wahrscheinlich frustriert. Spült lieber die ganzen Schüsseln und Löffel ab, die ihr bis dahin eingesaut habt.
Wenn ihr dann geduldig gewartet habt, könnt ihr die Brownie kredenzen. Ich schwöre euch, sowas leckeres Veganes habt ihr selten gegessen.
Das wars von mir, genießt die sporadische Sonne meine liebsten Discodetlefs!

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