Vegane Bolognese - oder wie ich meinem Bruder Soja unterjubel.

18.10.2013


Freunde der Heuschnupfensaison,

Es gab schon lange nichts veganes mehr (also bei mir schon, bei den meisten von euch wahrscheinlich nicht, aber ich mein jetzt so Blogmäßig und so). Viele interessiert das vielleicht auch gar nicht, mir doch egal. Wenns nur für einen von euch LKW-Schubsern eine Freude macht, dann bin ich schon sehr glücklich. 
Für den einen, sich freuenden, Menschen (und weil ich trotz vegan-sein halt doch mit meiner italienischen Großfamilie mithalten muss) heute total Klischeevoll:

Vegane Bolognesesoße (und alle so "yaaaay"!!)

Was ihr braucht:
100g Sojaschnetzel (gibt’s sogar bei dm und Rewe, die Ausrede dass kein Biomarkt in der Nähe ist zählt also nicht!)
1 Dose passierte Tomaten (meine waren es nicht, wurden aber püriert),
2 – 3 Esslöffel Tomatenmark,
ein Glas Rotwein (oder zwei, falls ihr euch nebenbei einen genehmigen wollt),
1 große Zwiebel
eine Knoblauchzehe.
1. Bevor es losgeht müsst ihr die Sojaschnetzel mit 400 ml warmem Wasser einweichen.

2. Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden und mit ordentlich Olivenöl anbraten (nehmt wirklich nen guten Schuss, das schmeckt besser und die 5 Kalorien mehr, pipapo..)
Lalala ich bin so süß, ich hab ein Öl-Zwiebel-Herz gemacht!

3. Falls ihr noch Gemüse im Kühlschrank habt was nichtmehr so lecker aussieht aber noch gut ist; jetzt ist die Gelegenheit! Alles kleinschneiden und in die Pfanne hauen, sieht hinterher kein Mensch dass die Karotte (oder was auch immer) vorher schrumpelig war.
Zu dem Gemüse gebt ihr das Tomatenmark und lasst alles gut anbraten (Herd auf volle Lotte, wir sind ja keine Weicheier)
4. Jetzt gebt ihr die aufgeweichten Sojaschnetzel dazu und rührt ne Runde.
5. Wenn dann alles schön zschhh macht und keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne ist, löscht ihr den Spaß mit Rotwein ab (bitte holt euch nicht den 50 Cent Wein im Tetrapack, auch wenns verlockend scheint, das schmeckt man!). Ich gebe meistens noch einen Schuss Sojasoße und Balsamico Essig ran (ich weiß, nicht gerade Italienisch, wenn meine Omis das wüssten...uiui Enterbt!), einfach um die Säure der Tomaten zu unterstützen (meine Omas wären zwar not amused aber ich wette irgendein Fernsehkoch würde mich für diesen Satz lieben).
Nach 2 Minuten fröhlichen Rührens dürfen dann auch die passierten Tomaten auf die Party.
So, die Grundsoße steht, aber jetzt kommt das Wichtigste: Würzen!
Der Grund, warum die meisten Soja und Tofu eher nicht so supidupi lecker finden ist nämlich folgender:
Schmeckt halt nach nix.
Das ist zwar eher doof, aber andererseits könnt ihr reinhauen wie Discodetlef!
Die Sojaschnetzel nehmen nämlich alles an Geschmack total gut auf. Also mindestens zwei Teelöffel Salz und einen mit Pfeffer. Ich mache immer noch gut einen Esslöffel Gemüsebrühenpulver rein (was soll der Geiz) und kleingehackte Chilischoten, aber das muss jeder selbst entscheiden.

7. Tja Kinder, so einfach ist das. Den ganzen Spaß lasst ihr dann bei niedriger Flamme 10 Minuten köcheln und macht derweil den Rotwein leer, geht euch die Beine rasieren, hängt Wäsche auf, rezitiert lyrische Texte..was weiß ich.
Bei meinen Mengenangaben habt ihr hinterher Soße für mindestens 6 Teller Nudeln, also könnt ihr entweder eure Gang zum Essen einladen oder ihr friert den Rest ein.
Ihr könnt natürlich auch Mais und Bohnen dazugeben und Chili sin Carne essen falls ihr am nächsten Tag keine Lust mehr auf Nudeln habt.
Ihr könnte auch Basilikum etc. reinpfeffern, ich mache das nur am Liebsten direkt auf den Teller, sieht schöner aus (außerdem finde ich, dass frischer Basilikum besser schmeckt). Leider hatten wir keinen Basilikum daheim (ok, eigentlich schon, aber ich habe vergessen ihn zu gießen und so lecker sah der dann nichtmehr aus..ups), deshalb hab ich Rucola genommen. Statt Parmesan gibt’s bei mir Hefeflocken, kann aber von nicht-Veganern selbstverständlich ausgelassen werden.

Und ich schwöre euch, mein Bruder kam nach Hause und hat den Topf unwissend leer gegessen. Abends hat er dann meine Mutter für die geile Bolognesesoße gelobt. Mein Bruder ist erklärter Veganverweigerer. HA! DU LOPS!

Kommentare:

  1. Yeahy, ich hab noch nie ein so unterhaltsames Kochrezept gelesen! Wenn doch alle Rezepte so spassig geschrieben würden;-) Bitte mehr davon, natürlich alles in vegan! TOP!

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  2. Ich mach mir immer die mühe und mache räuchertofu mit ner reibe klein Weils bei uns kein sojaschnetzel gibt..aber es schmeckt auch echt gut mit dem "raucharoma"..:)

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  3. Na wenn's schmeckt... Ich verzichte lieber ganz drauf... :D Ich hab's nicht so mit Tofu... Sieht aber lecker aus :)

    Deine Jana <3
    http://justasyouare-youshouldstay.blogspot.de/

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  4. Ich bin froh, dass ich nicht die Einzige bin der es so erging. Gerade wenn man etwas Gesundes für die Haut sucht und alle vom Produkt schwärmen und dann klappt es aber bei einem selbst nicht wie gewünscht…
    Ja die Körnchen sind etwas gewöhnungsbedürftig, lassen sich aber recht schnell verreiben. Ich bin zwar mittlerweile auch ganz zufrieden mit dem Deo aber ich mach mir schon ein wenig Gedanken, wenn es wieder Sommer wird. Man kommt dann so dermaßen leicht ins Schwitzen, weil die Poren von der Creme so zugekleistert sind. Hattest du auch das Problem?
    Ich bin mir bei der ganzen Sache so unsicher. Ach, aber vom Duft her hat es mich so erwischt das kannst du dir gar nicht vorstellen. Die haben von dem Deo sogar ein Eau de Parfum rausgebracht. Ich wär fast ausgeflippt. Das hol ich mir bei meiner nächsten Bestellung =D (Ich such nämlich schon seit Jahren ein Parfum das ganz simpel und sauber riecht. Wie frisch gewaschene Wäsche, ein Stück Seife oder Creme) Und dieses Körperspray das ich als Probe bekommen habe wär auch eine Überlegung wert.

    Das sieht wahnsinnig lecker aus. Wir (meine Mom und ich) kochen sehr gern mit Sojaschnetzel. Im Übrigen finde ich deine Art und Weise wie du schreibst total geil. =D

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  5. Wie gut!
    Mal sehen ob ich meinen Fleischessenden Freund damit auch überzeugen kann, der ist ja nichtmal so skeptisch wie dein Bruder. :)

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  6. OMG, ich werde es allein schon wegen der tollen Beschreibung machen. Und schön, dass es vegan ist. Danke dafür :)

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  7. Toll geschrieben!!!! Tolles Rezept!!! Ich hab vorher die Version von Attila H. probiert, die mir geschmacklich etwas zu streng war ... ne Freundin wollte jetzt unbedingt mal was veganes probieren und hat sich Bolognese gewünscht ... oh ha ... dachte ich ... wenn mir die AH-Version schon nicht sonderlich schmeckt, wie soll ich sie davon überzeugen?
    Wie gut - dass es dich gibt :) Rezept ist prima angekommen, zwei Fleischliebhaber haben mich gleich nach dem Rezept gefragt und ich hätte selbst fast nix mehr abbekommen. Ich habe noch Oregano (getrocknet) und Agavendicksaft (ca. 2 TL) hinzugefügt.

    Danke!!! Das wird jetzt häufiger zubereitet

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