Der jugendliche Leichtsinn Pt. IV

01.03.2013

Freunde der Vitamin-C-Tabletten,

mich hats mal wieder hingelegt. Also nicht dass ich mir wehgetan hätte, ich bin nur mal wieder krank. Keine Ahnung was mein Körper gegen mich hat, aber im Moment geht mir der Alte mächtig auf die Nerven.
Genauso wie das Wetter. Also mal ganz ehrlich, was soll denn der Quatsch?
Ich denke ich habe genug weißes Zeug gesehen um damit bis an mein Lebensende glücklich zu sein, könnte jetzt bitte mal wieder die Sonne scheinen?
Nicht nur weil ich blass bin und deshalb einfach mal von Grund auf aussehe als hätte ich vor dem Aufstehen einen ICE von unten gesehen, nein, mir fehlt einfach ein bisschen Motivation. So my dear sun, could you please just fucking shine? (Das war nur für den Fall dass die Sonne kein Deutsch kann).

So, what better way to get over your sickness than to think about the good times? (Okay, genug Englisch!)
Mir fällt es nämlich in den Augenblicken, in denen ich krank oder lustlos bin, besonders schwer zu glauben, dass ich in meinem Leben jemals gelacht habe.

Deshalb hier Part vier meiner heroischen Unfallgeschichte.
Es geschah zu einer Zeit, in der ich nicht viel jünger war als jetzt (okay, es war letztes Jahr), nach einem Jahr voller Trauer weil unser Stammclub einen Rohrbruch erlitten hatte und geschlossen werden musste, freuten wir uns wahnsinnig auf die Re-Opening Party.

Meine besten Freundinnen und ich waren so dermaßen gut drauf und aufgedreht dass wir es für super angebracht hielten die Dosis eines ganzen Abends zu trinken bevor wir überhaupt drin waren.
Soweit so gut, hätten die Besitzer nicht die wundervolle Idee gehabt eine Miniramp in den Club zu bauen (ähm für die Unwissenden, so ein Teil wo Menschen mit einem Brett mit Rollen hoch und runter fahren).
Diese Miniramp sollte meinen Tod bedeuten (naja fast).

Wir, schon mächtig am wanken, beschlossen auf Männerjagd zu gehen (ja, nennt uns ruhig erbärmlich ich weiß es selber, aber wir waren jung und gut gelaunt). Prompt fanden wir auch eine Gruppe netter junger Herren. Diese standen auf der einen Seite der Rampe. Wir Füchse machten uns also auf um die andere Seite zu erklimmen und dann verführerisch in Sichtweite zu tanzen (Quatsch, wir wollten nur mal hallo sagen).
Meine Beste also voran, nahm Anlauf und rannte hoch, kein Problem. Die zweite auch ohne Probleme.
Jetzt war es an mir. Ich nahm Anlauf, rannte und...fiel.

Als ob ich mich schon genug blamiert hätte (hinfallen kann ja jeder mal), musste ich den Moment natürlich voll auskosten um das Gespött des Abends zu werden.
Ich fiel also nicht nur, nein, ich schrie so laut dass der Dj die Musik leiser stellte und total lustig (absolut nicht!) anfing den Sturz zu kommentieren. Meine Freundinnen lachten sich schlapp und wollten mir helfen auf die Rampe zu kommen, leider ist ein sich vor lachen krümmender Körper wohl schwerer zu handhaben, denn sie segelten ebenfalls mit lautem Aufschrei nach unten (immernoch unter total einfallsreichen Kommentaren des witzigen Djs).
Um sich zu "retten" griffen sie reflexartig nach etwas in der Nähe.

So comes, an diesem Abend ereignete sich das wohl größte menschliche Domino, denn jeder, nach dem gegriffen wurde, fiel (auf mich drauf by the way...). Es endete in einem riesigen Haufen aus mindestens 10 Leuten die alle auf mir lagen und lachten (genauso wie der Dj, glaubt mir wenn ich den nochmal seh, dann sollte er gute Laufschuhe tragen der Olle!).
Mir war das Lachen leider ganz schnell vergangen und so humpelte ich mit meiner gerissenen Achillessehne und meinen zwei Freundinnen nach Hause.

Hach, jetzt fühle ich mich doch gleich ein wenig gesünder!

Kommentare:

  1. Ich liebe deine Geschichten :D Made my Day

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  2. Hört sich trotzdem irgendwie witzig an :D

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