Der jugendliche Leichtsinn Pt. III

27.02.2013

Freunde der Nachtsichtgeräte (wait and see...), nachdem ich vorhin bei der Arbeit auf die bombastische Idee kam, im Dunkeln nach der Stichsäge zu suchen (ja, meine Hand fand sie vor mir, keine gute Idee!),
werdet ihr nun erneut Zeugen meiner jugendlichen Intelligenz. Denn wie auch bei den Teilen Eins und Zwei dieser glorreichen Reihe, geht es um aua.

Neben der Geschichte mit den Zeigefingern ist diese hier mein absoluter Favorit wenn es darum geht jemanden von meiner Unfallsanziehungskraft zu überzeugen. Außerdem mach ich mir schier in die Hose vor Lachen wenn ich nur daran denke.

So trug es sich also zu, vor knapp 5 Jahren, im zarten Alter von 17, brach ich mir meine Nase (nicht dass das schlimm gewesen wäre, die war ohnehin schon Schrott). Ich muss euch sagen, ich bin wirklich froh über mich selbst lachen zu können, denn bei dieser Geschichte treibt es mir echt immer wieder die Tränen...aber jetzt zum Wesentlichen!

Ich war jung, es war Nacht, ich musste Pipi.
Und zwar gaaaanz dringend! Da ich auf dem Weg zum Klo zwangsläufig am Zimmer meines Bruders vorbei musste (und sein liebliches Schnarchen schon über den ganzen Flur schallte), beschloss ich kein Licht zu machen.
Ha, ich Fuchs, ich kenn doch unsere Wohnung, dachte ich mir. Falsch gedacht.

Ja Kinder, es ging schief.

Ich streckte ganz vorbildlich meine Arme nach vorne und lief (ein wenig schneller, ich musste wirklich dringend) los. Ich war ja der festen Überzeugung dass ich ein Hindernis mit meinen Händen ertasten würde (den Fußweg war ich im Kopf durchgegangen, der war frei) deshalb joggte ich in Richtung Freiheit.
Jetzt wird es kompliziert, deshalb hab ich zur Verdeutlichung etwas vorbereitet (ich weiß, ich war schon immer ein Grafikgenie):


Ich rannte also volle Möhre, ohne darauf auch nur im geringsten vorbereitet zu sein, im Dunkeln mit meiner Nase voraus gegen die Tür. Alter Schieber, ich kann euch gar nicht sagen was das für Schmerzen waren! Ich hab mich einfach mal volle Karacho selbst ausgeknockt.
So lag ich dann am Boden und konnte mich vor lauter Verwirrung über das plötzliche Ende meines Sprints nicht entscheiden:
Sollte ich wegen meiner Nase weinen? Sollte ich aufstehen und erstmal aufs Klo gehen und danach darüber nachdenken? Oder sollte ich einfach gleich anfangen über die Absurdität des Unfalls zu lachen?

Ich entschied mich einfach alles auf einmal zu tun. Und so rannte ich mit meiner gebrochenen Nase, tränenüberströmt und lauthals lachend auf die Toilette.
Ich denke ich brauche euch nicht zu erzählen, dass es sinnlos gewesen war die Lichter auszulassen um niemanden zu wecken?

Kommentare:

  1. tolle Story! Mir ist das mit der Tür auch schon passiert, aber zum Glück habe ich mir nicht die Nase gebrochen! Bei mir war die Waschmaschine im Bad mein Feind - Ergebnis gebrochener Zeh.

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  2. Herrlich! Aber du bist damit nicht alleine. Ich laufe viel zu oft gegen Türrahmen. Ich kann den Abstand seitlich wohl irgendwie nicht einschätzen, aber gott sei dank hab ich mir dabei noch nie was getan.
    Und vor ein paar Wochen saß ich im Dunkeln auf der Toilette. Um mir danach die Hände zu waschen musste ich nur geradeaus zum Waschbecken laufen. Mein Gleichgewichtssinn verließ mich aber irgendwie und statt gerade aus zu gehen lief ich nach links und knallte gegen die Dusche.
    Also egal ob Licht an oder aus, gerade aus gehen ist nicht meine Stärke!

    Ein hoch auf Tollpatschigkeit! Was wäre die Welt nur ohne?

    Liebste Grüße!

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  3. Ahh, das tut mir schon beim Lesen weh! Die Nase ist sowieso 'ne verdammt heikle Stelle...egal wie gering der "Aufprall", man muss immer heulen.
    Ich hab bei meinem Nasenpiercing geweint wie sonstwas - allerdings nur mit einem Auge.

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