Der jugendliche Leichtsinn

27.01.2013

Leute, ahnt es oder ahnt es nicht, ich bin ein Mensch bei dem sehr oft (und noch ein kleines bisschen öfter) das Gehirn einen Aussetzer macht.
Kennt ihr diese Momente? Sie dauern höchstens eine Sekunde, aber hinterher sind die Tränen zahlreich (ob vom Heulen oder Lachen sei mal dahin gestellt).

Auch heute hatte ich wieder einen glorreichen Aussetzter; dieser erinnerte mich, nachdem ich wieder Luft bekommen hatte (ich habe den schönen Schluck Sekt den ich mir währenddessen genehmigen wollte galant zur Nase wieder hinaus befördert), an meinen ultimativsten Dummheitsmoment.
Freunde der gebrochenen Nasenscheidewand, ich habe wirklich schon viele Dinge getan bei denen ich mich hinterher fragte wer mir da ins Gehirn gespuckt hat, aber dieses eine Mal war einfach zu gut um es nicht mit der Nachwelt zu teilen.

Es war einmal... (jaja, bla, ich war so 13 oder so). In meiner jugendlichen Unschuld (also known as Langeweile) wollte ich mal austesten, ob ich denn durch Springen an die Zimmerdecke komme (man bemerke: wir wohnen unter dem Dach, die Zimmer sind höchstens 1,80 m hoch und ich war mit 13 mindestens 1,60m also schonmal der erste unkluge Einfall das überhaupt auszuprobieren).
nun, wie ihr euch bereits denken könnt: ich kam tatsächlich durch das Hochspringen, mit in die Luft gestrecktem Zeigefinger, an die Decke.

...und ich brach mir den Zeigefinger.

Großer Lacher im Krankenhaus, blabla.

Soviel zur Vorgeschichte denn nein, das war nicht DER Aussetzer.
Dieser ereignete sich ca. 3 Tage später.
Ich hatte eine Freundin eingeladen und wie man das mit 13 so tut hingen wir in meinem Zimmer herum und sangen lustige Lieder (oder so ähnlich..), bis meine Freundin auf meinen begipsten Finger zeigte und mich fragte, wie das passiert sei.
Nun nähern wir uns der Pointe meiner Anekdote.
Ich war noch nie ein Freund des bloßen Redens. Am liebsten wäre ich ein menschliches 4D Kino, bei dem man immer alles gleichzeitig macht: hören,sehen,fühlen,riechen..naja ihr wisst schon.
Also konnte ich meiner Freundin die Geschichte nicht nur in Worten erzählen, neenee Kinder, ich stand auf um ihr gestikulierend mein Malheur zu darzustellen.
Ahnt es oder ahnt es nicht ich sprang also erneut, nachdem ich vor 3 Tagen eigentlich eines Besseren belehrt worden war, mit ausgestrecktem Zeigefinger (natürlich der Finger der gesunden Hand, alles andere wäre ja langweilig) mit vollem Elan hoch.

Und brach mir meinen zweiten Zeigefinger.

Weil der Notfalldoktor im Krankenhaus bei meiner ersten Geschichte schon Tränen gelacht hatte, hielt er es beim zweiten Mal durchaus für angemessen das gesamte arbeitende Team (ok, vielleicht ist ein Arzt plus Anhang doch in irgendeiner Not-OP geblieben, aber der Rest war da, ich schwörs!) ins Untersuchungszimmer zu rufen um meine Geschichte nochmal zu hören.

Tja Kinder, soviel also zu meinem abendlichen Schwank aus dem Leben einer Gehirnaussetzerin,
gute Nacht.

Kommentare:

  1. Auaaaaa!!! Wahnsinn. Ich fände die Geschichte ausgesprochen lustig und einfach UNGLAUBLICH :) , wenn ich mir nicht die ganze Zeit vorstellen müsste, wie weh es wohl getan haben muss! Bin halt ein emphatischer Mensch, ne?

    Aber trotzdem, Hammer. Und super geschrieben :D
    Haha! Made my day :)

    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

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  2. Maaaade my day :D
    Haha, oder meinen Sonntagabend -> KK-Abend :P

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  3. Von Kleiderkreisel hier gelandet.
    Herrlich, so startet mein Montag-Büro-Tag genial.
    4D ich hab Pippi in den Augen!

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  4. Vielen Dank euch beiden, ich bin immer so glücklich wenn jemand wegen mir Spaß hat :)

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